Regionale Produkte: Trend oder Zukunft?

Ob fleischige Paradeiser aus dem Burgenland oder würziger Schnittkäse aus Tirol: regionale Produkte liegen eindeutig im Trend. Immer mehr KonsumentInnen greifen beim Einkauf bewusst auf Lebensmittel aus der Region zurück.

 

Regionale Produkte werden nicht nur mit einer höheren Qualität und besserem Geschmack gleichgesetzt, Herr und Frau Österreicher sind auch bereit, für heimische Produkte tiefer in den Geldbeutel zu greifen. 

 

Aber was steckt wirklich hinter dem Label regional? Werden regionale Produkte den Lebensmittelmarkt zukünftig ganz einnehmen?

 

Im folgenden Beitrag erfährst du alles über regionale Produkte, warum wir sie bevorzugen sollten und warum österreichische Äpfel den gleichen ökologischen Fußabdruck hinterlassen wie Äpfel aus Übersee

 

Plus: Das neue Trendgetränk aus der Region, exklusiv für dich enthüllt!

Regionale Produkte: Was bedeutet regional eigentlich?

So gerne wir uns auf die Kennzeichnung regionales Produkt“ auf unseren Lebensmitteln verlassen, ist die Definition von „regional“ nicht so eindeutig.

 

Fakt ist, dass der Begriff „Region“ weder gesetzlich geschützt noch verbindlich definiert ist und deswegen oft sehr schwammig wirkt.

 

Region kann ein ganzes Land (Österreich), Teilgebiete (ein oder mehrere Bundesländer) oder landschaftliche Regionen (zB. Wachau) meinen” (siehe Wikipedia). Durch die Kennzeichnung regionalauf den Lebensmitteln kann man als Konsument nun also schlauer sein oder auch nicht.

 

Wer es ganz genau nimmt, schaut dann nicht nur auf das Ursprungsgebiet, sondern zusätzlich auch auf Zutaten und Verarbeitungsort. Hier kann einem schon mal die ein oder andere Frage unterkommen. Du siehst also, über Regionalität lassen sich ganze Doktorarbeiten schreiben.

Geschützte geografische Angaben

Dann gibt es noch Gütesiegel, die unter anderem geschützte geografische Angaben beinhalten. Eine regionale Spezialität, die weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist, ist beispielsweise Steirisches Kürbiskernöl. Wusstest du, dass die hierfür verarbeiteten Kürbisse nicht zwingend aus der Steiermark stammen müssen?

 

Wer sein Produkt als Steirisches Kürbiskernöl“ betiteln möchte, muss dennoch strenge Auflagen erfüllen, die zB. Kürbisgattung, Pressung und Anbaugebiet betreffen. Diese sind transparent und öffentlich einsehbar. Als Konsument weiß man also genau, woher „Steirisches Kürbiskernöl kommt, was enthalten ist und wie es hergestellt werden muss.

Woran kann man regionale Produkte erkennen?

In Österreich gibt es für die meisten Produkte keine geschützten geografischen Gütesiegel, deswegen bleibt einem häufig nur das Studieren der Produktetiketten.

 

Wenn du wissen möchtest, ob es sich um ein regionales Produkt handelt, lies dir erstmal die Produktbeschreibung durch. Auch wenn diese dem Konsumenten oft nur unzureichende Auskunft liefern, geben sie dennoch erste Anhaltspunkte. So kannst du auf einen Blick zumindest sehen, ob deine Tomaten aus Österreich stammen oder nicht.

 

Wenn die Neugierde damit noch nicht gestillt wurde, kannst du entweder direkt beim Händler nachfragen oder weitere Nachforschungen online betreiben, beispielsweise auf der Homepage der Supermarktkette.

 

Einige Lebensmittel sind auch mit anderen Gütesiegeln ausgestattet, die Aufschluss über Region oder Verarbeitung des Produkts geben. Eine Übersicht verschiedener Gütezeichen inklusive kurzer Beschreibung findest du auch hier.

5 Gründe für regionale Produkte

Auch wenn häufig nicht ganz klar ist, welche Kriterien erfüllt werden müssen und ob Lebensmittel tatsächlich aus der Region stammen oder nicht, sollten saisonale Produkte aus dem heimischen Anbau generell bevorzugt werden.

Wir verraten dir, warum: 

 

  • Bessere Ökobilanz. Durch kürzere Transportwege wird weniger CO2 ausgestoßen, was wiederum gut für die Umwelt ist. Wem Klimaschutz und Nachhaltigkeit ein Anliegen ist, der setzt auf regionale Produkte.

 

  • Geprüfte Qualität von Nebenan. Ob man Molkereiprodukte frisch vom Milchbauern nebenan bezieht oder Eier im Supermarkt einkauft: Produkte aus der heimischen Produktion unterliegen strengen Qualitätskontrollen. Gütesiegel zeichnen diese zusätzlich aus.

 

  • Unverkennbarer Geschmacksunterschied. Dass Erdbeeren, die Tausende Kilometer zurückgelegt haben, anders schmecken, als Erdbeeren, die aus der nächsten Ortschaft bezogen wurden, liegt wohl auf der Hand. Durch Lagerung und Transport geht oftmals viel an Geschmack und Frische verloren.

 

  • Heimische Wirtschaft stärken. Durch den Kauf von regionalen Lebensmitteln sichert man nicht nur unzählige Arbeitsplätze und kurbelt die Wirtschaft an, man schenkt auch heimischen Produzenten sein Vertrauen und stärkt ihnen somit den Rücken.

 

  • Ein Stück Hoamat. Wer öfters oder länger im Ausland war, kennt das bestimmt: Die unerwartete Freude die einen überkommt, (die Brust schwillt auch ein klein bisschen an), wenn man ein Produkt aus der Heimat in ausländischen Verkaufsregalen erspäht. Regionale Lebensmittel sind ein Stück Identität und schaffen ein Wir-Gefühl, auch weit weg von zu Hause.

 

Soll ich nur noch regionale Produkte einkaufen?

Regionale Produkte sind im Aufschwung und bringen viele Vorteile mit sich, individuell und auf gesamtgesellschaftlicher Ebene. Dass importierte Lebensmittel jedoch nicht immer schlecht sind und, dass regional allein nicht das Patentrezept für nachhaltigen Konsum ist, sollte man immer im Hinterkopf behalten.

 

Produkte aus der Region“ Österreich erfreuen sich auf der ganzen Welt großer Beliebtheit. Das ist auch gut so, denn Exporte heimischer Lebensmittelunternehmen sichern unzählige Arbeitsplätze. Stell dir vor, in diesen 180 Ländern würden die BürgerInnen nur mehr Produkte ihrer „Region“ kaufen und in Österreich produzierte Waren meiden. Du siehst also, man kann mit reinem Gewissen auch mal nicht-regionale Produkte in den Einkaufswagen packen.

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Regionale Produkte und Nachhaltigkeit

 

Hast du dich schon mal gefragt, wie heimische Bauern es schaffen, vier Jahreszeiten über Äpfel anzubauen und zu ernten? Geerntet wird natürlich hauptsächlich im Herbst, wenn Äpfel Saison haben. Sie werden dann in Kühlhäuser mit wenig Sauerstoff gelagert. Mit der Dauerlagerung wird natürlich Energie verbraucht, was in der Klimabilanz importiertem Obst gleichkommt.

 

Beim Einkauf solltest du deswegen neben der regionalen Produktion, auch auf die saisonale Verfügbarkeit achten. 

 

Wo kann man regionale Produkte in Österreich einkaufen?

Sind nun alle Lebensmittel auf deinem Einkaufszettel mit dem Zusatz regional kaufen!!“ versehen, stellt sich natürlich die Frage, wo man regionale Produkte kaufen kann. 

 

Grundsätzlich hast du hier viele Möglichkeiten und eine große Auswahl an Produktgruppen.

Wochenend- und Bauernmärkte

Als erstes bieten sich Wochenend- oder Bauernmärkte an. Du findest hier eine große Auswahl an Fleischprodukten, Gemüse, Obst, Getränken und Gewürzen.

 

Der Vorteil ist, dass hier die Produzenten oft direkt ihre Waren anbieten, so dass man leicht ins Gespräch kommt und sofort über die Verarbeitung und Herkunft der Lebensmittel Auskunft bekommt. Auch lässt sich beim Einkauf auf öffentlichen Märkten meistens unnötiges Verpackungsmaterial einsparen.

Tipp: Es ist ziemlich gängig, dass Verkäufer Produkte zu kaufen. Erkundige dich nochmal, wenn du dir unsicher bist.

Klassisch: Supermarkt

Die meisten Supermarktketten bieten mittlerweile eine Vielzahl an regionalen Lebensmittel an, unterstützen als regional ausgezeichnete Marken oder vertreiben eigene Produktlinien. Viele Lebensmittelkonzerne setzen Regionalität auch als Leitlinie, wie zB. SPAR. Der Lebensmittelriese versucht mit gelebter Regionalität die heimischen Bauern und Erzeuger zu stärken.

 

Das in der Region produzierte Produkte auch nicht zwangsläufig teurer sein müssen, zeigt zum Beispiel Hofer. Der Discounter hat Produkte im Sortiment, die die Bezeichnung regional oder Aus Österreich tragen.

 

Der Vorteil beim Einkauf in Supermärkten ist natürlich die große Auswahl. In der Regel bekommt man von Mehl bis Klopapier und Getränken alles, was das Gourmet-Herz begehrt.

Regionale Produkte online shoppen

Damit so viele ÖsterreicherInnen wie möglich in den Genuss der frischen, qualitativ hochwertig und regional erzeugten Produkte kommen, kann man sich durch eigens dafür kreierte Portale klicken. Keine Sorge, Hamsterkäufe sind auch hier möglich. 😉

 

Auf den Plattformen From Austria und Markta – Der digitale Bauernmarkt kannst du zum Beispiel aus über 4800 österreichischen Produkten wählen. Um den ökologischen Fußabdruck muss man sich auch keine Sorgen machen. Die Betreiber von From Austria werben zudem mit CO2 Einsparungen und unterstützen ökosoziale Projekte.

 

Online-Shops für regionale Produkte punkten nicht nur mit der Bequemlichkeit und großen Auswahl, sie unterstützen auch regionale Start-Ups und Trendsetter, wie das neue Kultgetränk Marry. Du kennst Marry noch nicht? Dann wird es höchste Zeit!

Marry – Das regionale Erfrischungsgetränk aus der Steiermark

Marry Icetea“ steht für frischen Eistee-Genuss mit regional erlesenen Beeren, gepaart mit einem Power-Teemix aus Mate und Rooibos. Marry wird mit natürlichen Zutaten hergestellt und kommt ganz ohne Konservierungsstoffe und ohne künstliche Aromen aus.

 

Die Beeren-Combo, die Marry den unvergleichlich fruchtigen Geschmack verleiht, stammt gänzlich von Obstbauern aus der Steiermark. Produziert und abgefüllt wird natürlich auch vor Ort. Regionaler Genuss ohne Kompromisse eben.

 

Neugierig geworden? Dann hol dir gleich eine Marry vor Ort (derzeit in der Steiermark, Oberösterreich, Wien und Kärnten erhältlich) oder im Online-Shop von From Austria und Markta.